Marktpotenziale der erneuerbaren Energien in Deutschland erkennen und nutzen

Nefinos CIO und Co-Founder Jan-Hendrik Piel hält Gastvortrag und referiert über IT-gestützte Marktanalysen im Bereich der erneuerbaren Energien


Einladung an die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Der CIO und Co-Founder von Nefino, Jan-Hendrik Piel, wurde Anfang Dezember für einen Gastvortrag an die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe von Prof. Dr. Nadine Guhr eingeladen. Die kombinierte Veranstaltung für die Module „Informationsmanagement“ und „Markt & Wettbewerb“ richtete sich an Studierende der BWL sowie der Wirtschaftspsychologie.

Jan-Hendrik Piel referierte über IT-gestützte Marktanalysen und vermittelte die Thematik am Beispiel der Erneuerbaren-Energien-Branche. Konkreter legte der Co-Founder von Nefino den Fokus seines Gastvortrags auf die Marktpotenziale in den Bereichen Onshore-Windkraft und Freiflächen-Photovoltaik in Deutschland. Die Zuhörer hatten die Chance, einen sehr praxisbezogenen Einblick in die Branche und in die Arbeit von Nefino zu bekommen.

Jan-Hendrik Piel zeigte in seinem Vortrag die ausgewiesene Fläche für
Onshore-Windanlagen auf

Inhalt des Vortrags

Im ersten Teil seines etwa 60-minütigen Gastvortrags ging es Jan-Hendrik Piel darum, in einem Top-Down Ansatz das Marktpotenzial der Freiflächen-Photovoltaik- und Onshore-Windenergiebranche aufzuzeigen. Dafür ging der CIO zunächst auf Deutschlands Klimaziele und die damit verbundene Transformation des Energiesystems ein. So verglich er die aktuell installierte Leistung mit den im Koalitionsvertrag bis 2030 festgehaltenen Maßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energieträger sowie mit den im Klimaschutzgesetz definierten Zielen zur Erreichung der Treibhausgasneutralität bis 2045. Daraus leitete Nefinos Co-Founder dann das erwartbare Wachstum der betrachteten Branchen ab.

Nachdem er die Marktpotenziale dargelegt hatte, referierte Jan-Hendrik Piel im zweiten Teil seines Vortrags über die konkrete Identifizierung möglicher Wind- und Photovoltaikflächen. Der CIO betrachtete dafür mit einem Bottom-Up Ansatz beispielhaft die Windenergiepotenziale von Nordrhein-Westfalen. Zunächst ging er auf die aktuell geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen für Windenergiestandorte ein. Daraufhin erläuterte Jan-Hendrik Piel den mehr als 50 Studierenden die Eingliederung dieser Rahmenbedingungen in das von Nefino entwickelte Geoinformationssystem. Im System werden alle formulierten Flächenrestriktionen, wie z. B. die 1000m Abstandspauschale für Windenergieanlagen, erfasst und auf eine Landkarte des zu untersuchenden Gebiets übertragen. So werden alle Flächen die nicht als Windenergiestandort in Frage kommen markiert. Die verbleibenden nicht markierten Gebiete stellen dann die Potenzialflächen dar, die im weiteren Vorgehen noch genauer auf Einzelfallkriterien geprüft werden. Das IT-gestützte Analyseverfahren erlaubt eine schnelle wie genaue Identifikation von Flächen beliebiger Größe und die gewonnenen Daten sind damit vor allem für Projektentwickler und Energieversorger interessant.

Im letzten Teil seines Vortrags legte Jan-Hendrik Piel nahe, wie die regulatorischen Rahmenbedingungen verändert werden müssten, damit Deutschland seine Klimaziele erreicht. Denn aktuell gilt eine große Diskrepanz zwischen der Regulatorik und den Zielvorgaben für den Ausbau erneuerbarer Energieträger.

Energiewende durch Innovation vorantreiben

Neben der Vermittlung der Herangehensweise und eines Anwendungsbeispiels für die IT-gestützte Marktanalyse im Feld der erneuerbaren Energien, ging es Jan-Hendrik Piel bei seinem Vortrag auch darum, ein Bewusstsein für die große Aufgabe der Klimaneutralität zu schaffen.
Nefino trägt durch angebotene Leistungen wie der Flächenpotenzialanalyse oder Energieertragssimulation aktiv zur Energiewende bei. Darüber hinaus freut sich Co-Founder und CIO Jan-Hendrik Piel über die Einladung an den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und möchte die Studierenden ermutigen, an eigenen innovativen Strategien zur Beschleunigung der Energiewende zu arbeiten.